Das Braunkehlchen ist der Vogel des Jahres 2023

 

Frisch gekürt zum Vogel des Jahres 2023 wurde das Braunkehlchen, ein Bewohner strukturreicher Wiesen und Weiden, der ganz besonders unter der Nutzungsintensivierung unserer Kulturlandschaft leidet. Ältere Bewohner erzählten mir, dass man z.B. in Neuffen in den 60 Jahren immer wieder Braunkehlchen auf Weidepfählen zu sehen bekam, heute gelingt dies nur noch sehr vereinzelt im Herbst beim Durchzug. In Europa ist das Braunkelchen, mit Ausnahme von Polen und Ungarn, mittlerweile überall auf der Roten Liste.  Genügend Insekten, Larven, Spinnen, Würmer und kleine Schnecken kommen eben nur in extensiven genutzten Grünlandschaften oder artenreichen Streuobstwiesen vor, die nicht zu oft gemäht werden und idealerweise auch noch Gräben, kleine Brachflächen, oder Raine mit einer vielfältigen Krautschicht haben. 
Kein Wunder also, dass sich das Braunkehlchen, als Bodenbrüter, bei uns in der intensiv genutzten Landschaft, mit immer mehr Dünung, Freizeitnutzung sowie immer früheren und häufigeren Mahdterminen seinen Lebensraum und den für die Aufzucht seiner Brut verliert.  
Alle meine angehängten Bilder stammen vom Truppenübungsplatz Münsingen, wo die Bedingungen für das Braunkehlchen ideal sind.

 

 

Benni Etspüler NABU NEUFFEN BEUREN

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

NABU Jahresausflug von Neuffen nach Erkenbrechtsweiler, mit geringenCO₂ Bilanz.


Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Kinderferienprogramm NABU Ortsgruppe Neuffen Beuren im FLM Beuren.

Anfang August haben sich im Schulhof in Beuren 12 Kinder eingefunden, die voller Begeisterung einen Klumpen Ton in einen „schrägen Vogel“ verwandelten. Es wurde kreativ geformt, verändert und wieder verwandelt, bis der Vogel den Ansprüchen genügte. Mit viel Freude und Kreativität entstanden ganze Vogelfamilien. Zunächst wurde unterschieden, was einen wirklichen Vogel von einem schrägen Vogel unterscheidet und später wurden die Fragen der Kinder von einem Vogelexperten  beantwortet. Zur Abkühlung gab es Getränke und ein Eis lockte die nicht zu bremsenden Kinder in eine Pause.

Mittlerweile sind die Vögel gebrannt worden und können am Mittwoch, 28.9. zwischen 16:00 - 18:00 Uhr im Steinäcker 21 abgeholt werden und in ihr neues Zuhause einziehen.

www.nabu-neuffenbeuren.de

Foto NABU
Foto NABU

NABU Experte Rolf Frey hat in Neuffen 2 Hornissennester umgezogen

 

In 2 Bauwagen in Neuffen hatten Hornissen ihre Nester gebaut. Rolf Frey, vom NABU Neuffen Beuren, ist vom Landratsamt autorisiert Hornissen umzusiedeln. Hornissen stehen unter Artenschutz und ihre Nester dürfen nicht zerstört und die Tiere nicht getötet werden.

 

Umsiedeln von Hornissennester kommt nur in Betracht, wenn es keine andere Möglichkeiten gibt. Die beiden abgestellten Bauwagen in Neuffen wurden nun benötigt, deshalb war eine Umsiedlung der Nester unumgänglich.     


10 Jahre Streuobstwiesenbörse, gegründet mit dem NABU Neuffen - Beuren.

Vor 10 Jahren wurde die Streuobstwiesenbörse von der Firma Domberg in Zusammenarbeit mit dem NABU Neuffen Beuren freigeschaltete.

Das Projekt hat sich entwickelt und ist auch regional für Neuffen und Beuren ausgelegt.

 

www.neuffener.streuobstwiesen-boerse.de

 

www.beurener.streuobstwiesen-boerse.de 

Auftaktveranstaltung Streuobstwiesenbörse 2012 Foto NABU
Auftaktveranstaltung Streuobstwiesenbörse 2012 Foto NABU

Der Gleitaar, ein seltener Gast.

 

Im Langenauer Ried hält sich seit 3 Tagen ein Gleitaar auf. Benni Etspüler hat den in Deutschland seltenen weißen Greifvogel mit den leuchtend roten Augen aus der Familie der Habichtartigen dort beobachten können. Er ist in Südeuropa beheimatet, vorwiegend in Spanien und Portugal, bei uns eigentlich ein Irrläufer. Wer weiß, vielleicht auch ein Zusammenhang mit dem Klimawandel. Sein Ruderflug wird immer wieder unterbrochen von einem Gleitflug. Bei der Nahrungssuche rüttelt er wie ein Turmfalke. 

 

Donaumoos Foto NABU B.E.
Donaumoos Foto NABU B.E.

Gleitaar Foto NABU B.E.
Gleitaar Foto NABU B.E.

NABU und LEV Wegrandprogramm seit 2018.


Nach 4 Jahren sehen die Wegränder in Beuren und Neuffen insektenfreundlicher aus. Tobias Krieg vom Bauhof Beuren und Sven Seiler, Bauhofleiter in Neuffen, haben mit ihrer Arbeit den größten Anteil am Erfolg dieses Projektes. 


Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Bau von Nisthilfen für Wildbienen.

Das Freilichtmuseum Beuren und der NABU Neuffen Beuren haben am 05.08.2022 aus eigenem Holz Bruthilfen für verschiedene Wildbienen gefertigt.


Foto NABU
Foto NABU


Realschule Neuffen, bei der Pflege des NSG Neuffener Heide


Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Bei Werner Seyfrieds  Schwalbenkolonie in Beuren fliegen jetzt die Jungschwalben aus.

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Es ist Sommer, Neuntöter und Schachbrettfalter.


Neuntöter Foto NABU B.E.
Neuntöter Foto NABU B.E.

Neuntöter JUV. Foto NABU B.E.
Neuntöter JUV. Foto NABU B.E.

Schachbrettfalter auf Flockenblume Foto NABU B.E.
Schachbrettfalter auf Flockenblume Foto NABU B.E.

Orchideen 2022 Naturschutzgebiet Neuffener Heide


Kleines Knabenkraut Foto NABU B.E.
Kleines Knabenkraut Foto NABU B.E.

Naturschutzgebiet Hörnle. Berglaubsänger ist jährlicher Brutvogel. Neu geschaffene Gelbbauchunkenlebensräume entwickeln sich positiv.


Berglaubsänger Foto NABU B.E.
Berglaubsänger Foto NABU B.E.

Gelbbauchunken Lebensraum Foto NABU
Gelbbauchunken Lebensraum Foto NABU

Feldschwirl in Streuobstwiese

NABU NEUFFEN-BEUREN

Die NABU Ortsgruppe hat am 8.5.22 zu einer morgendlichen spontanen Beobachtungsrunde auf der Streuobstwiese in Neuffen geladen. Das Angebot nahmen trotz früher Morgenstunde 10 Personen wahr. 
Gleich nach Ankunft war ein leises sir`r´r´r´r´r´r´r´r zu hören, das nicht enden wollte. Benni Etspüler meinte, lass uns mal in diese Richtung gehen, ich tippe auf Feldschwirl, auch wenn wir diese Art in den letzten 15 Jahren hier noch nie hatten. Tatsächlich, für alle Teilnehmer war mit Spektiv oder Fernglas nach einer kurzen Suche der wie eine Maus durch den dichten Bewuchs laufende und kletternde Feldschwirl dann prächtig beim Gesang frei sitzend und singend zu sehen bzw. zu hören. Ob er hier dieses Jahr einen Brutversuch startet, ist noch ungewiss. Eigentlich passt aber in diesem Jahr das Habitat ganz gut. Schöne, offene Streuobstwiese mit angrenzenden einzelnen Büschen, dazu ist die Wiese nach den ausgiebigen Regenfällen kräuterreich und sehr feucht. 
Die üblichen anzutreffenden Vögel auf der Streuobstwiese waren dann dieses mal nicht die absoluten Stars. Dennoch gelangen natürlich auch schöne Beobachtungen von Gartenrotschwanz, Halsbandschnäppern, Feldsperling, Star, Grün- und Buntspecht. Als das „Geplapper“ der Teilnehmer gegen Ende gerade zunahm, wurde dies plötzlich zusätzlich noch von einem Geklapper untermalt und siehe da, es zeigte sich die Klappergrasmücke.

 

 

Feldschwirl Foto NABU B.E.
Feldschwirl Foto NABU B.E.

Wenn auch selten, es gibt sie noch, die Klappergrasmücke. Fotografiert bei der Vogelführung FLM Beuren.

Klappergrasmücke Fote NABU B.E.
Klappergrasmücke Fote NABU B.E.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Groun Foto NABU B.E:
Groun Foto NABU B.E:

Ankunft der Sommervögel im Albvorland


Gartenrotschwanz Foto NABU B.E.
Gartenrotschwanz Foto NABU B.E.
Birnbaum Foto NABU B.E.
Birnbaum Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Frühling am Albvorland


Endlich,  der März endet mit dem lange ersehnten Regen und der April startet sogar mit etwas Schnee und deutlich niedrigeren Temperaturen als noch in der letzten Woche. Die Natur freut sich nun über die Niederschläge, denn der März war viel zu trocken.


Wer in den letzten Tagen die Sonne bei einem Waldspaziergang genossen hat, konnte bereits die ersten Frühblüher entdecken: Märzenbecher, Buschwindröschen, Scharbockskraut oder Purpur-Taubnessel. Diese Waldkräuter nutzen die kurze Zeit, bevor die Bäume durchgehend belaubt sind, für ihre Blüte.  Auch die ersten Insekten profitieren davon, das Nahrungsangebot ist zurzeit nämlich noch nicht so üppig. Endlich haben im Dentel auch die Grasfrösche ihre Laichballen abgelegt.

 

 


Blaustern Foto NABU B.E.
Blaustern Foto NABU B.E.

Besuch bei den Ziegen im Stall in Brucken


Foto NABU
Foto NABU

Mistelaktion des NABU Neuffen-Beuren zur Pflege der Streuobstwiesen.


  Die Laubholzmistel breitet sich seit den 1990er Jahren auch im Neuffener Tal stark aus, wobei die Ursachen für diese Ausbreitung besonders die ausbleibende Pflege von Streuobstbeständen, klimatische Aspekte sowie die irrige Annahme, dass die Mistel unter besonderem Schutz stehe, sind. Befallen werden vor allem Apfelbäume, aber auch andere Baumsorten können betroffen sein. Der Spätwinter und das zeitige Frühjahr sind die beste Zeit, um die Obstbäume der Streuobstbestände zu schneiden. Als Kulturpflanzen brauchen viele dieser Bäume einen regelmäßigen Schnitt, dieser erhält ihre Vitalität und beeinflusst die Erntemenge positiv. Misteln können allerdings zu jeder Jahreszeit aus den Baumkronen entfernt werden, wobei sich am besten die „blattlose“ Zeit eignet, in der die Misteln gut sichtbar sind. In Zeitraum von November bis Februar/März besteht höchstens im beginnenden Frühjahr eine Gefahr der Störung von Vögeln an Nestern oder Bruthöhlen – die selbstverständlich zu vermeiden ist. Will man die Mistel nachhaltig entfernen, muss man mindestens 30 bis 50 cm vom Ansatz der Mistel ins gesunde Holz zurückschneiden. An inneren Astpartien (Leitäste, Stammverlängerung), bleibt als Notmaßnahme nur die Möglichkeit, die Misteln abzubrechen oder abzuschneiden. Dadurch lässt sich zumindest die weitere Ausbreitung durch Früchte verhindern; bei Bäumen mit starkem Mistelbefall bleibt oft nur noch die Fällung zum Schutz der restlichen Bestände. Rolf Frey und Claus Gneiting vom NABU Neuffen-Beuren e.V. konnten vergangene Woche eine stark befallene Streuobstwiese von sämtlichen Misteln befreien; ein stark befallener Apfelbaum war allerdings nicht mehr zu retten und musste gefällt werden musste. Der NABU Neuffen-Beuren steht betroffenen Wiesenbesitzer bei Fragen zum Thema Streuobstwiese und Mistelbefall gerne unter der Telefonnummer 01515 – 74 231 24 zur Verfüg


Foto NABU
Foto NABU

Pflegeeinsatz auf der NABU Streuobstwiese, Brombeeren entfernt.

Foto NABU
Foto NABU

Foto NABU
Foto NABU

Eine Besonderheit, der Mauerläufer, am Albtrauf beobachtet.


Mauerläufer Foto B. Etspüler
Mauerläufer Foto B. Etspüler

Stunde der Wintervögel 2022

Eine kleine Bildernachlese vom Sonntag. Ornithologisch war es etwas flau, es war aber doch schön sich wieder einmal zu treffen. Überraschend war aber schon, dass der Feldsperling, der als Höhlenbrüter  in Randbereichen von Streuobstwiesen vorkommt nicht vor unseren Ferngläsern aufgetaucht ist. Vor über 25 Jahren war der Feldsperling in diesem Bereich der häufigste Brutvogel, in denen vom NABU angebrachten Nisthilfen.

 

 

Foto NABU
Foto NABU

Foto NABU
Foto NABU

Wiedehopf NABU Jahresvogel 2022. In Neuffen war er schon 2017 Brutvogel


Wiedehopf füttertet. Foto NABU B.E.
Wiedehopf füttertet. Foto NABU B.E.

Wiedehopf 2017 Foto NABU B.E.
Wiedehopf 2017 Foto NABU B.E.
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2017-07-28 Wiedehopf_PM Biosphäre.pdf
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NABU Jahresausflug auf die Alb


Foto Florina Steiner NABU
Foto Florina Steiner NABU

Naturschutzgebiet Hörnle. Steinbruchsohle wird freigestellt für mehr Biodiversität.


Bodenabtrag Foto NABU
Bodenabtrag Foto NABU

Foto NABU
Foto NABU

NSG Hörnle Ansicht Foto NABU B.E.
NSG Hörnle Ansicht Foto NABU B.E.

NABU Vorstandschaft bestätigt.

Von links: Andrea Banzhaf, Helmut Reichenecker, Rolf Frey, Sabine Statz, Andrea Stenglein, Claus Gneiting  und Mirjam Maus.
Von links: Andrea Banzhaf, Helmut Reichenecker, Rolf Frey, Sabine Statz, Andrea Stenglein, Claus Gneiting und Mirjam Maus.

NABU Kassenprüfer bestätigt.


Kassenprüfer: Gerhard Tögel und Ralf Schmidt.
Kassenprüfer: Gerhard Tögel und Ralf Schmidt.

Werner Seyfried verlässt  nach 37 Jahren den NABU Vorstand, Danke.


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25-09-21Protokoll_Jahreshauptversammlung
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An nicht gemulchten lichten Waldwegen blüht jetzt der Dost. Mit Glück sieht man jetzt  Kaisermantel und Russischen Bär.


Kaisermantel / Russischer Bär oder Spanische Flagge Foto NABU B.E.
Kaisermantel / Russischer Bär oder Spanische Flagge Foto NABU B.E.

Schmetterling am Albtrauf bei Neuffen ist gefährdet.

Bergkronenwidderchen Foto NABU B.E.
Bergkronenwidderchen Foto NABU B.E.

Das Bergkronwicken-Widderchen ist auf der Roten Liste in Deutschland als stark gefährdet eingestuft, vereinzelt findet man sie noch in den Buchenwäldern des Albtraufs.

Allerdings benötigt dieser Spezialist für seine Raupen ausschließlich die Futterpflanze "Bergkronwicke". Diese Pflanze ist angewiesen auf kalkhaltige Böden im lichten Wald.

Das ist aber hier das Problem des Widderchen, sein Nahrungslebensraum am Albtrauf bei Neuffen wächst sukzessive zu.

Der Schmetterling erscheint wieder im Juli zur Blütezeit seiner Nahrungspflanze, der Bergkronwicke. Dabei befliegt er auch die Blüten des Dosts (wilder Majoran). Wächst dieser Standort zu, verliert diese Art ihren Nahrungslebensraum, so wie jetzt aktuell in Neuffen.

Das Weibchen legt seine gelben Eier nebeneinander auf die Ober oder Unterseite der Blätter der Bergkronwicke, die einzige Futterpflanze der Raupen. Diese leben dann auf den Pflanzen und überwintern gemeinschaftlich. Sie verpuppen sich erst im Folgejahr in einem weißen Kokon, der direkt auf der Erde liegt.

Die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets hat 2017 ein Maßnahmenkonzept zu Lichtwaldarten am Albtrauf im Bereich des Landkreises Esslingen beauftragt. Auf dieser Grundlage wurde mit den zuständigen Behörden ein Maßnahmenkatalog erstellt, der neben vielen anderen Tier- und Pflanzenarten auch dem Widderchen das Überleben sichern soll. Im Rahmen des Artenschutzprogramms und auch im Auftrag der Geschäftsstelle des Biosphärengebietes wurde begonnen die Maßnahmenempfehlungen umzusetzen.

 

Als NABU Neuffen Beuren ist es uns ein Anliegen, dass dieses Konzept für das Widderchen am Neuffener Albtrauf umgesetzt wird, lange warten kann man nicht mehr.