Albtrauf Foto NABU B. Etspüler
Albtrauf Foto NABU B. Etspüler

30 Jahre Landschaftsschutzgebiet - NABU zieht Bilanz.

Landschaftsschutzgebiete im Albvorland.

 

Teile des Albvorland mit seinen Streuobstwiesen und Hangbuchenwälder wurden bereits am 10. August 1993 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die LSG-Verordnungen von 1939, 1942, 1974 und 1991 traten dann außer Kraft. Landschaftsschutzgebiete (LSG) sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen nach § 26 Abs. 1 BNatSchG "ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft gesetzlich festgeschrieben ist.

Wegen ihrer, von niemandem bezweifeltet Eigenart und Schönheit, wurde das Albvorland gerade wegen seiner Artenvielfalt entsprechend geschützt. Schon 1991/1992 hat sich der NABU Neuffen-Beuren für die Landschaftsschutzgebiete im Albvorland eingesetzt und die anstehende Verordnung mit einer Unterschriftenaktion unterstützt.

Nach 30 Jahren zieht der NABU Neuffen Beuren Bilanz und ist besorgt über die Entwicklungen und die Zukunft der Landschaftsschutzgebiete am Albtrauf!

Wie sieht es mit dem Schutz dieser einmaligen Kulturlandschaft wirklich aus? Was hat die Zusicherung für die nochmalige Aufwertung der Streuobstbestände wegen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ wirklich bewirkt?

Es gibt immer mehr nicht genehmigte Bauten, immer mehr Hobbytierhaltung, immer mehr Freizeiteinrichtungen, immer mehr Umwandlung von Streuobstwiesen in intensive Obstanlagen, immer mehr Festwiesen, Lagerplätze und vieles mehr. Alles Eingriffe, die den geltenden Verordnungen widersprechen.

Die Nichteinhaltung der Landschutzhaftschutzgebietsverordnungen sowie fehlende Verantwortlichkeiten und egoistische Einzelinteressen von einzelnen Grundstückbesitzern gefährden die Landschaft im Albvorland.

Anders als zum Beispiel in Frickenhausen wird Beuren aktiv. Illegale Bauten wurden auf Grundstücken der Gemeinde entfernt, ein Anfang.

https://www.nabu-neuffenbeuren.de/start-aktuell/streuobstlandschaft-landschaftsschutzgebiet-und-gewerbegebiet-in-neuffen/

 

NABU Neuffen Beuern

LSG Albtrauf Foto NABU
LSG Albtrauf Foto NABU

Naturdenkmale in Neuffen

Immerhin, es gibt noch ganz wenige Wiesen in Neuffen, wo die Flora echt bezaubernd ist. Speziell die Teufelskralle ist inzwischen schon eine Besonderheit. Die allermeisten Wiesen aber sind auch bei uns völlig artenarm dank dem allgegenwärtigen viel zu frühen und viel zu häufigen Mähwahn. Der optimale Mahdtermin wäre, wenn der Wiesenboxbart (schwäbisch Gugigei) ausgeblüht hat, das wäre jetzt in ca. 10 Tagen.

Erfreulich auch, dass jetzt viele Halsbandschnäpper und Gartenrotschwänze erfolgreich beim Brutgeschäft sind. Wir haben bis jetzt in Neuffen keinen Neuntöter entdeckt. Das Bild stammt nicht von hier.

Die Silage unmittelbar neben dem ND. Dentel ist bestimmt für das Biotop nicht förderlich und wir hoffen, dass Grasfrosch, Kröte, Ringelnatter usw. weiter ein intaktes Biotop haben. Der Nährstoffeintrag in dieses Biotop im Frühjahr aus den benachbarten Wiesen hat jetzt schon deutlich sichtbare Spuren hinterlassen.

 

BE


Teufelskralle Foto NABU B.E.
Teufelskralle Foto NABU B.E.


Wiederherstellung von Offenlandlebensraum im FFH  ( Fauna Flora Habitat) Gebiet Wendenweide.

Die Städtischen Wiesen im Gebiet Wendenweide werden auch 2021 wieder mit Ziegen beweidet. Ziel ist es, dass der Aufwuchs von Gehölzen unterbunden wird und der Lebensraum Offenland mit seiner Pflanzen und Insektenvielfalt sich weiter entwickeln kann.

Dieses Projekt wird gemeinsam vom Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Esslingen, der Familie Braun mit ihren Ziegen und des NABU Neuffen Beuren mit seinen Helfern durchgeführt.

Wer helfen möchte einfach beim NABU melden.

 

 


Foto NABU
Foto NABU

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

Foto NABU B.E.
Foto NABU B.E.

 

Exkursion am 15. Mai 2021.

 

Streuobstwiesen, Naturschutzgebiet Neuffener Heide und Steinbruch Hörnle.

 

 

Orchideen, Grauschnäpper und Berglaubsänger sind Arte die es 2021 in Neuffen und Beuren noch gibt, hoffentlich noch lange.

 

Es bedarf großer Anstrengungen und ein Umdenken um die Biodiversität am Albtrauf zu erhalten.

 

 

 


Hummelragwurz Foto NABU B.E.
Hummelragwurz Foto NABU B.E.


Exkursion am 13.05.2021

Feldhase Foto NABU B.E.
Feldhase Foto NABU B.E.

Dorngrasmücke Foto NABU B.E.
Dorngrasmücke Foto NABU B.E.

Zauneidechse Foto NABU B.E.
Zauneidechse Foto NABU B.E.

Halsbandschnäpper Foto NABU B.E.
Halsbandschnäpper Foto NABU B.E.

Exkursion am 09.05. 2021 im LSG u.Vogelschutzgebiet


Wendehals Foto NABU B.E.
Wendehals Foto NABU B.E.

Halsbandschnäpper Foto NABU B.E.
Halsbandschnäpper Foto NABU B.E.

Wendehals Foto NABU B.E.
Wendehals Foto NABU B.E.



Liebe Mitglieder und Freunde, 

 

Leider kann es in Coronazeiten keine normalen gemeinsamen Veranstaltungen geben.

Heute Morgen haben wir uns immerhin in kleinem Kreis, Corona-konform,  in gebotenem Abstand auf der Wiese im Dentel getroffen und die Frühaufsteher wurden belohnt. Neben den üblichen Verdächtigen (  u.a. 5 Halsbandschnäpper, 2 Gartenrotschwänze, Buntspecht, Grün- und Grauspecht) faszinierte besonders ein lange sehr schön frei sitzender Wendehals.

 

 

Wendehals Foto NABU B.E.
Wendehals Foto NABU B.E.

Gartenrotschwanz Foto NABU B.E.
Gartenrotschwanz Foto NABU B.E.
Grauspecht Foto NABU B.E.
Grauspecht Foto NABU B.E.

Halsbandschnäpper Foto NABU B.E.
Halsbandschnäpper Foto NABU B.E.

Hilfe für Mauersegler in Beuren.

Feuerwehr Beuren und NABU erweitern Nistplatzangebot für den Mauersegler.

Der Mauersegler brütete ursprünglich in Felsnischen und Baumhöhlen. In den letzten Jahrhunderten entstanden durch zunehmende Bautätigkeiten des Menschen viele neue Nistmöglichkeiten. Heutzutage brütet diese Art hauptsächlich an Wohnhäusern, Türmen, Kirchen, Fabriken etc. in ca. 9 bis 14 m Höhe und wurde eine charakteristische Stadtvogelart.

Als bedeutendster Gefährdungsfaktor für den Mauersegler gilt heutzutage die Sanierung bzw. der Abriss von Gebäuden, was zum Verlust der Brutmöglichkeiten führt.

Der dramatische Schwund an Fluginsekten in den letzten Jahrzehnten hat auch dem Mauersegler zugesetzt. Da hilft es nur bedingt, dass er einige hundert Kilometer fliegen kann, um einem Tiefdruckgebiet mit Schlechtwetter auszuweichen, um andren Orts Nahrung zu finden.

Der Mauersegler ist ein Langstreckenzieher, der die Wintermonate in Afrika südlich der Sahara verbringt.

Mauersegler sind sehr schnell und wendig, vermutlich immer schon ein wenig schneller als die andere Vögel. Ihre Spitzengeschwindigkeiten betragen mehr als 200 Kilometer pro Stunde.

In der Abenddämmerung steigen die Vögel bis zu 2,5 Kilometer auf, verschaffen sich also ein gehöriges Luftpolster, auf dem sie sich dann segelnder weise ausruhen können. 

Mauersegler leben fast ausschließlich in der Luft, 8 bis 10 Monate ununterbrochen, weil sie dort kaum Feinde und wenig Konkurrenten haben, weil sie dort aufgrund ihrer Spezialisierung problemlos Nahrung finden, weil ihnen Fliegen vielleicht einfach Spaß macht und weil sie mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf Wolke 7 auch schlafen können. 

In Beuren gibt es noch wenige Mauersegler. Mithilfe der Feuerwehr Beuren wurden jetzt noch weitere Nisthilfen angebracht, in der Hoffnung, dass jetzt im Mai der Bestand an Mauerseglern in Beuren wächst.

Danke an die Feuerwehr Beuren für die Hilfe und Unterstützung.

www.nabu-neuffenbeuren.de

Foto NABU
Foto NABU

Aurorafalter


Aurorafalter Foto NABU B.E.
Aurorafalter Foto NABU B.E.

 

 

Warum man den Aurorafalter nicht mehr häufig antrifft.

 

Eigentlich ist sein Lebensraum um Neuffen und Beuren ideal. Es gibt feuchte Wiesen, trockene Wiesen, schöne lichte Waldsäume. Auch seine Hauptnahrungspflanzen, die Knoblauchsrauke und vor allem das  Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) findet man noch reichlich auf unseren Wiesen und an Wegrändern.

Ja eigentlich müssten wir dann doch den schönen Falter häufig zu sehen bekommen.

Vergleicht man den wissenschaftlichen Namen des Falters (Anthocharis cardamines), erkennt man leicht, dass er sich von Pflanzenarten der Gattung Cardamine ableitet. Wenn der hübsche Falter am Wiesenschaumkraut seine Eier ablegt, ist er dank seiner grün gesprenkelten Unterseite übrigens gut getarnt, (vgl. Das Bild). Die Männchen des Aurorafalters sind unverwechselbar, die Weibchen, die kein Orange aufweisen, könnte man mit anderen Weißlingen verwechseln. Auch die nach wenigen Tagen schlüpfenden 30 mm langen Raupen sind durch die grüne Unterseite und die ins Weiße übergehenden Flanken und blaugrüner Oberseite vor Fressfeinden gut getarnt. Die Raupe duldet keine Artgenossen an derselben Pflanze und ernährt sich von den Blüten und Fruchtständen. Diese Fress- und Wachstumsphase ist nach ca. 5 Wochen abgeschlossen und die Raupe sucht sich dann in Bodennähe am Pflanzenstängel der Fraßpflanze eine geeignete Stelle zur Verpuppung. Die Puppe sieht holzartig aus wie ein Pflanzendorn, überwintert und schlüpft im nächsten Jahr.

Wo ist nun also das Problem? Eigentlich müsste es doch bei massenhaft vorkommenden Wiesenschaumkrautbeständen und bester Tarnung jedes Frühjahr tausende Aurorafalter zu sehen geben. Die Natur hat doch Jahrtausende lang alles bestens eingerichtet.

Vor 70 Jahren sind aber die ersten genialen Mähmaschinen erfunden worden. Das war in den ersten Jahrzehnten auch lange kein Problem. Die Balkenmäher kamen nicht sehr häufig zum Einsatz und im Juni waren dann die Raupen schon längst in Bodennähe am Pflanzstängel. Leider benötigt man heute das Gras vieler Wiesen aber nicht mehr als Futtermittel und viele Wiesen werden zum Freizeitrasen degradiert, und häufig mit Kreiselmäher, Mulcher usw. viel zu früh und viel zu häufig gründlichst alles weggesenst. Selbst wenn der Falter sich für die Eiablage eine Knoblauchsrauke einen Ackerrandstreifen oder Wegrand am Waldrand aussucht, ist nicht sichergestellt, dass er dort dem übertriebenen Mähenzwang entkommt.

Abhilfe für den Rückgang des Aurorafalters und ganz allgemein der Artenvielfalt sind daher Brachflächen und natürliche Beweidung wie z.B. das Naturdenkmal Schlossberg Egert, dessen Renaturierung der NABU NEUFFEN BEUREN initiiert hat. Dort ist auch letzte Woche das Bild des Aurorafalters am Immergrün entstanden.

 

www.nabu-neuffenbeuren.de



Lebensraum für Schlingnatter und

Zauneidechse geschaffen. NABU hilft.

 

 

Die Schaffung von Lesesteinhaufen bieten Zauneidechsen und Schlingnattern im Naturdenkmal Schloßbergegert Nahrungs-und Fortpflanzungslebensraum. Extensive Beweidung und der Verzicht auf maschinelle Pflege fördern die Biodiversität in diesem Naturdenkmal.


Helfer Foto T.Tscherich
Helfer Foto T.Tscherich

Lesesteinhaufen Foto NABU
Lesesteinhaufen Foto NABU

Zauneidechse Foto NABU B.E
Zauneidechse Foto NABU B.E

Schlingnatter Foto NABU B.E.
Schlingnatter Foto NABU B.E.

Wasseramsel an Steinach und Beurenbach März 2021


Niedrigwasser, Hochwasser, Wasserverschmutzungen, Müll, Eingriffe in Fließgewässer sowie fehlende Brutmöglichkeiten gefährden den Nahrungslebensraum der Wasseramsel.

Den größten Teil des Jahres hält sich die Wasseramsel in ihrem Brutrevier auf und beginnt schon Mitte Februar mit dem Nestbau.

Ihre Nahrung sind Köcherfliegenlarven, Steinfliegen etc,. die sie in der Steinach und im Beurenbach findet.

Nisthilfen unter Brücken bieten Schutz vor Ratten, Mardern und anderen Feinden, sind aber auch Schutz vor immer häufigerem starkem Hochwasser.

Jetzt im März 2021 brüten drei Paar Wasseramseln an der Steinach, zwischen Linsenhofen und Neuffen, sowie und ein Paar am Beurenbach. Alle Brutpaare brüten in künstlichen Nisthilfen. Auch 2 Paar Gebirgsstelzen haben jetzt mit dem Nestbau begonnen.

Wasseramseln brüten schon im März, weil zu dieser Zeit ihr Nahrungsangebot in  Fließgewässern am besten ist.

 

 


Nisthilfe Wasseramsel Foto NABU
Nisthilfe Wasseramsel Foto NABU

Wasseramsel Steinach Foto NABU B. Etspüler
Wasseramsel Steinach Foto NABU B. Etspüler

Wasseramsel Steinach Foto NABU B. Etspüler
Wasseramsel Steinach Foto NABU B. Etspüler

Foto NABU B. Etspüler
Foto NABU B. Etspüler

Naturschutzgebiet Hörnle, Entwicklungsplan soll ab 2021 umgesetzt werden.


Wechselkröte FOTO NABU B.E.
Wechselkröte FOTO NABU B.E.


Arbeitseisatz Naturdenkmal Dentel


Im Januar 2021 wurden kranke Eschen entfernt und die Flachwasserzonen sowie der Wasserzufluss stabilisiert. Dank an den Bauhof der Stadt Neuffen der diese Pflege ermöglicht hat.

Naturdenkmal Dentel Fotos NABU B.E
Naturdenkmal Dentel Fotos NABU B.E